Body Building (de)

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Beim Bodybuilding handelt es sich um einen Sport, der die Form der Muskeln und somit des Körpers durch Übungen, meist mittels Trainings an Fitnessgeräten, beeinflusst. Mehr als ein Kraftzuwachs steht bei dieser Sportart dabei ein gleichmäßig entwickelter Körper mit klar definierten Muskeln im Vordergrund, wobei einerseits die Muskelmasse, andererseits auch Dinge wie Symmetrie, Masse und Dichte der Muskeln sowie deren Teilung Voraussetzung dafür sind, entsprechende Erfolge bei Wettkämpfen zu erzielen.

Contents

Allgemein

Das Ziel im Bodybuilding ist der Aufbau von Muskelmasse und die genaue Definition (Herausarbeitung) einzelner Muskeln, verbunden mit einer größtmöglichen Reduktion des Körperfettes. Training mit Gewichten ist Bestandteil vieler Sportarten. Bodybuilder trainieren jedoch, um einen muskulösen und gleichmäßig entwickelten Körper im Wettkampf auf einer Bühne zu präsentieren.

Geschichte

Grabmalereien, die man in Ägypten entdeckte, deuten darauf hin, dass Bodybuilding schon vor Jahrtausenden betrieben wurde. Auf den Malereien sollen ägyptische Frauen und Männer bei einer Art Krafttraining zu sehen sein, welches auf Grund der verwendeten Hilfsmittel durchaus mit dem heutigen Bodybuilding zu vergleichen ist. In Europa verfügten die Völker des heutigen Griechenlands schon vor ungefähr 4000 Jahren über ein eindruckvolles Wissen rund um die Beschaffenheit des menschlichen Körpers und seinen Muskeln. In speziell errichteten Trainingsanlagen, den so genannten Gymnasien, betrieben die griechischen Athleten Kraftsport und Bodybuilding, um sich auf bevorstehende Wettkämpfe vorzubereiten. Für ihr Training verwendeten sie, genau wie die Bodybuilder heute, verschiedenste Gewichte und Hanteln. Die körperliche Ertüchtigung diente damals nicht ausschließlich der sportlichen Leistungssteigerung für Wettkämpfe. Vielmehr wollte man so die Körperkraft und Strapazierfähigkeit der Soldaten steigern. Durch das Mittragen der schweren Ausrüstung und Bewaffnung auf den teilweise wochenlangen Märschen, waren die Soldaten meist schon vor Beginn des Kampfes völlig erschöpft. Die Kriegspartei, welche über die kräftigsten und leistungsfähigsten Kämpfer verfügte, war deshalb oft klar im Vorteil und konnte so den Ausgang einer Schlacht für sich entscheiden. In verschiedenen Armeen gehörte beispielsweise Gewichtheben zum Aufnahmeprozedere. Im Mittelalter war Europa sehr religiös geprägt. Auf körperliche Perfektion legte man, im Gegensatz zur Antike, keinen Wert mehr. Daher existieren fast keine Überlieferungen aus dieser Zeit, die über Krafttraining oder Bodybuilding berichten würden. Einzig im späten Mittelalter fanden Wettkämpfe wie Steinstoßen, usw. vermehrt Zuspruch in der Bevölkerung. Krafttraining im heutigen Sinn, ein Zusammenspiel von Kraft, Muskelmasse und Ästhetik, kennt man erst seit den Anfängen des 20. Jahrhunderts. Der 1867 geborene Friedrich Wilhelm Müller, alias Eugen Sandow, übernahm die Vorreiterrolle des Kraftsports, insbesondere des Bodybuildings. Müller trat in ganz Europa in Bühnenshows auf, wo er Eisenstangen verbog und ein Elefantenbaby und ein Pferd stemmte. Diesen Aufführungen verdankte der Kraftsport seine schnell zunehmende Popularität. Am 14. September 1901 veranstaltete Sandow in London unter dem Titel "The Great Competition" den ersten großen Bodybuilding-Wettbewerb. Eugen Sandow mimte vor Fotografen die Posen antiker Statuen. Mehrere Posen Sandows blieben erhalten und werden bis heute an Bodybuilding Wettkämpfen gezeigt. Seit 1948 gibt es den Bodybuilding-Wettbewerbe Mr. Universum und seit 1965 Mr. Olympia. Der Sieg bei Mr. Olympia gilt als höchste Auszeichnung in der professionellen Bodybuilderszene. Seit 1977 wird dem Gewinner der Mr. Olympia-Wahl eine Kopie der Bronzestatue von Eugen Sandow überreicht. Die bedeutendsten Gewinner dieser Veranstaltungen sind Arnold Schwarzenegger, Lee Haney und Ronnie Coleman. Der Fitness-Boom in den 80er und 90er Jahren erfasste erstmals weite Teile der Bevölkerung. Muskulöse Körper bei Männern und ein schlanker, trainierter Körperbau bei Frauen galten als Idealfigur. Heute stehen mehrheitlich die körperliche Gesundheit, die Ästhetik und der Ausgleich zum Alltag im Vordergrund.

Wettkampf

Die Athleten treten in unterschiedlichen Gewichts- bzw. Größenklassen, getrennt nach Geschlecht und Alter an. In allen Kategorien werden von einer Jury Muskulosität, Symmetrie, Vaskulösität und Präsentation bewertet.

Muskulosität: bedeutet einerseits die Masse und Dichte, andererseits die Härte und Teilung der Muskeln.

Symmetrie: bewertet die ausgewogene Entwicklung aller Körperteile.

Vaskulösität: die Sichtbarkeit der Venen ist ein Zeichen für einen niedrigen Körperfettanteil. Da der Körperfettanteil eines Bodybuilders so weit wie möglich reduziert sein soll, müssen an seinem Körper möglichst viele Venen erkennbar sein.

Präsentation: hiermit ist die Art gemeint, wie ein Athlet seinen Körper auf der Bühne präsentiert.

Ernährung

Man unterscheidet zwei Ernährungsphasen: Masse- und Definitionsphase

Erreicht werden beide Ziele durch die Anpassung der Gewichtung von Eiweiß, Kohlenhydrate und Fette in der Diät untereinander, wie z.B. in der "anabolen Diät". Bei dieser Diät macht das Eiweiß den größten Teil der Nährstoffzufuhr aus während die Kohlenhydrate- und Fettzufuhr gesenkt wurde.

Literatur

Weblinks

http://www.muskelbody.de

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