Schwangerschaft (de)

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Als Schwangerschaft bezeichnet man den Zeitraum von der Befruchtung einer Eizelle bis zur Geburt des Kindes.

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Allgemein

Schwangerschaftsanzeichen oder Schwangerschaftssymptome können oft schon bemerkt werden, bevor die Regel ausbleibt. Frühe Anzeichen einer Schwangerschaft sind meist Übelkeit, Müdigkeit, Ausfluss oder ein Spannungsgefühl in den Brüsten. Weitere spürbare Veränderungen, die mit einer Schwangerschaft einhergehen, sind auch Schwindel, und hormonbedingte Veränderungen, wie ein vermehrter Harndrang, Heißhunger oder Ekel vor bestimmten Speisen und Genussgiften wie Zigaretten und Alkohol. Oft werden auch die Brüste berührungsempfindlicher und die Brustwarzenhöfe verfärben sich dunkler. Diese Veränderungen dienen bereits der Vorbereitung auf die Milchproduktion und auf das Stillen. Ein weiterer Hinweis auf eine Schwangerschaft ist die Veränderung der Körpertemperatur. Frauen, die diese regelmäßig messen (Temperaturmethode), können feststellen, dass die Temperatur kurz vor der zu erwartenden Regelblutung nicht wie gewohnt absinkt, sondern weiterhin hoch bleibt. Als sehr verlässlich ist diese Methode jedoch nicht zu betrachten. Eine Temperaturveränderung kann nämlich auch durch andere Ereignisse ausgelöst werden, z. B. durch eine nahende Erkältung. Sie muss in Verbindung mit anderen Anzeichen gewertet werden und kann diese in der Summe unterstützen. Weitere Anzeichen einer Schwangerschaft sind ein häufigerer Harndrang (hormonbedingt), ein größer werden der Brüste mit Spannungsgefühl und eventueller Berührungsempfindlichkeit sowie eine dunklere Färbung der Brustwarzenhöfe und eine Vergrößerung der Brustwarzen. Die Veränderungen der Brust dienen der Vorbereitung auf die Milchproduktion und auf das Stillen des Babys.[1]

Schwangerschaft und Sport

Grundsätzlich ist in der Schwangerschaft Bewegung nicht nur erlaubt, sondern auch empfehlenswert. Wichtigste Voraussetzung ist die Gesundheit der Schwangeren. Bei Zweifeln sollte man immer den Arzt fragen. Überanstrengungen sind unbedingt zu vermeiden. Die Herzfrequenz von 135 bis 140 Schläge pro Minute darf nicht überschritten werden. Durch verstärktes Schwitzen entsteht ein erhöhter Flüssigkeitsbedarf, der ausgeglichen werden muss. Auf eine ausreichende Kalorienzufuhr ist zu achten. Sportarten, die ein extremes Beschleunigen bzw. Abbremsen erfordern, sowie Sportarten mit Verletzungsrisiko sind zu vermeiden. In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass eine Röntgendiagnostik durch die Schwangerschaft erschwert ist. Leistungssport und Wettkämpfe sind in der Schwangerschaft tabu! [2]

Schwangerschaft und Sauna

Für Schwangere kann sich der Besuch einer Sauna zusätzlich vorteilhaft auswirken. Durch den Wasserverlust beim Schwitzen verringern sich Wassereinlagerungen. Es wird angenommen, dass schwangere Saunagängerinnen auch eine leichtere Geburt haben. Denn durch regelmäßige Saunabesuche werden die Muskeln nicht nur entspannter sondern auch weicher. Schwangere können von Beginn der Schwangerschaft bis kurze Zeit vor der Entbindung in die Sauna gehen, wenn
•sie regelmäßiges Saunieren gewöhnt sind,
•keine Komplikationen während der Schwangerschaft auftreten und
•sie dies zuvor mit ihrem Arzt abgeklärt haben.
Frauen, die bislang keine Erfahrungen mit den „Schwitzkuren“ haben, sollten allerdings während der ersten drei Monate ihrer Schwangerschaft nicht mit dem Saunieren beginnen. Denn in diesem Zeitraum reagiert das Ungeborene besonders empfindlich auf ungewohnte Außeneinflüsse.
Auch wenn Saunabesuche generell erlaubt sind, sollten Schwangere nun etwas kürzer treten. Zwei Gänge pro Saunabesuch und Woche sind ausreichend. Ein Saunagang sollte die Zeit von etwa zehn bis zwölf Minuten nicht überschreiten. Außerdem sollten jetzt niedrigere Temperaturen gewählt werden. So sind Saunen mit Temperaturen zwischen 50 und 60 Grad meist besser verträglich als solche, in denen es 90 Grad warm werden kann. Die unteren Bänke sind für werdende Mütter aus zwei Gründen besonders geeignet. Hier wird es nicht so heiß und der Ausgang ist schneller zu erreichen, falls sich die Schwangere plötzlich unwohl fühlt. Auch wenn alle anderen sitzen bleiben – es wird empfohlen, dass Schwangere die Sauna sofort verlassen, wenn sie das Gefühl haben, dass ihnen die Wärme nicht gut tut. Frauen sollten auch bedenken, dass Dampfbäder durch das Zusammenspiel aus Wärme und Feuchtigkeit den Kreislauf stärker belasten als trockene Saunen. Vor dem Saunieren bereitet ein warmes Fußbad den Körper auf die bevorstehende Erwärmung vor und regt die Durchblutung an. Nach dem Saunagang sollten Schwangere allerdings auf den Sprung ins kalte Becken verzichten. Das gilt besonders gegen Ende der Schwangerschaft. Besser ist es, sich mit Wasser aus einem Schlauch abzukühlen. Dabei werden zunächst die Beine und Arme und danach Rücken und Bauch abgeduscht. Kurz vor der Entbindung ist der Saunabesuch mit Vorsicht zu genießen. Durch die hohen Temperaturen oder bestimmte Düfte im Aufguss können Wehen ausgelöst werden.
Werdende Mütter haben einen erhöhten Bedarf an Flüssigkeit und sollten täglich mindestens zwei Liter Wasser oder ungesüßte Früchte- und Kräutertees trinken. Wenn in der Sauna kräftig geschwitzt wird, muss der Flüssigkeitsverlust bald wieder ausgeglichen werden. Gut geeignet sind Mineralwasser und Fruchtschorle. [3]

Schwangerschaft und Ernährung

Aufgrund hormoneller Veränderungen ist das Immunsystem der Schwangeren geschwächt und besonders anfällig für Infektionen, die u.a. auch dem Baby im Bauch gefährlich werden können. Wegen der hohen Infektionsgefahr sollten auf alle nicht vollständig erhitzten tierischen Lebensmittel verzichten werden. Dazu zählen Rohmilch, Rohwurst (Salami, roher Schinken), rohes Fleisch (Tatar) und roher Fisch (Sushi). Gemieden werden sollten auch rohe oder weiche Eier (Achtung deshalb bei Nachspeisen wie Tiramisu). Leber sollte aufgrund des zu hohen Vitamin A-Gehalts, der das Baby schaden kann, gemieden werden. Kaffee und schwarzer Tee sind in Maßen – also nicht in Massen – unbedenklich. 2 Tassen milder Kaffee oder schwarzer Tee kann am Tag genossen werden. Mehr kann beim Baby Herzklopfen verursachen.

In der Schwangerschaft verboten
Alkohol ist in der Schwangerschaft absolut verboten. Sowohl der Alkohol als auch dessen Abbauprodukte gelangen über den Mutterkuchen in das Blut des Kindes und schädigen Zellen und Organe des Ungeborenen. Alkoholkonsum in der Schwangerschaft ist die häufigste Ursache für verzögerte geistige Entwicklung und körperliche Fehlentwicklung bei Kindern. Da kein Grenzwert festgelegt werden kann, ab welcher Menge Alkohol in der Schwangerschaft schädlich auf das Kind wirkt, sollte auch möglichst auf das vom Schwiegervater oft empfohlene „Gläschen in Ehren“ verzichtet werden. Auch Rauchen ist in der Schwangerschaft tabu: Jeder Zug Nikotin verengt die Blutgefäße und behindert so eine optimale Versorgung des Babys. Ausserdem verdoppelt sich das Risiko eines plötzlichen Kindstods. Raucherbabys sind bei ihrer Geburt kleiner und anfälliger für Infektionen.

Vegetarisch durch die Schwangerschaft?
Auch wenn fleischlos oft mit gesund gleichgesetzt wird: Gerade für die Ernährung in der Schwangerschaft ist Fleisch wichtig. Denn es ist der wichtigste Eisen-Lieferant, zumal tierisches Eisen besser verwertbar ist als pflanzliches. Vegetarierinnen sollten mit ihrem Arzt über eine geeignete Nahrungsergänzung sprechen.

Literatur

Weblinks

Quellen

  1. http://www.frauenaerzte-im-netz.de/de_schwangerschaftsanzeichen-erste-anzeichen_155.html
  2. http://www.netdoktor.at/kinder/sport_dos_and_donts.shtml
  3. http://www.9monate.de/schwangerschaft_sauna.html
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